• Ralf Kopsch

Kyoto's Kiyomizu Tempel - Alles Wichtige


Kiyomizu Tempel Anlage in Kyoto

Zur Geschichte

Vor mehr als 1200 Jahren hatte ein Mönch namens Enchin eine Vision, welche ihn zum Fusse des Otowa Berges führte. Hier sollte er eine Quelle mit klarem Wasser finden. Rein zufällig traf er an der besagten Quelle einen Mönch, der ihm ein Stück gesegnetes Holz aus den Bergen reichte. Enchin, so besagt es die alte Legende, schnitzte aus diesem Stück Holz eine kleine Figur, die Göttin der Gnade, bekannt unter dem Namen Kannon.

Zunächst wurde diese Figur in der Berghütte des Mönches aufbewahrt. Bis eines Tages ein bekannter General während der Hirsch Jagt Enchin begegnete, welcher ihn über die Heiligkeit des Lebens unterrichtete. Der General wurde darauf hin zu einem leidenschaftlichen Anhänger von Kannon und gab die Errichtung eines Tempels in Auftrag, um die hölzerne Statue von Kannon sicher aufzubewahren. Dies war die Geburtsstunde des Kiyumizu Tera, zu Deutsch “Der Tempel des klaren Wassers”.

Kiyomizu Tempel wurde sogar einige Jahre bevor Kyoto 794 n.C. in der Ebene Hauptstadt des antiken Japans wurde, gegründet. Seit seiner ersten Erbauung im Jahre 778 n.C. ist er leider auch des öfteren Opfer von Bränden geworden. Insgesamt 11 Mal sollen die Gebäude des Kiyomizu bis auf die Grundmauern niedergebrannt sein. Dies ist nicht ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass Kyoto häufig Ort von Schlachten und politischen Unruhen war. Des weiteren haben im antiken Japan mächtige Buddhismus Tempel Armeen von Kriegsmönche unterhalten, welche nicht müde wurden die Gebäude von rivalisierenden Buddhismus-Schulen in Brand zu stecken um an Einfluss zu gewinnen.



Der Kiyomizu Tempel Heute

Die meisten, der heute zu bewundernden Gebäude wurden in den 1630er Jahren von dem Tokugawa Shogunate erbaut. Die Anlage besticht durch eine spektakuläre Lage in direkter Bergnähe und mit wunderschönem Ausblick über die Stadt. Zahlreiche Kirsch- und Ahorn Bäume machen den Tempel zu einem Anzugspunkt zu jeder Jahreszeit. Im Winter ist die Gegend auch für mehrere Wochen mit Schnee bedeckt.


Die Pagoda, direkt hinter dem Haupteingangstor stehend und in einem dezenten Orange gehalten, ist die höchste 3 stöckige Pagoda in Japan. Sie diente in früheren Tagen, da von weither sichtbar, als Orientierungspunkt. Am gegenüberliegende Hügel kann man ausserdem eine kleine Ausgabe der Pagoda erblicken, welche von schwangeren Frauen aufgesucht wird, um für eine sichere Geburt zu beten.

Die Haupthalle mit der markanten Platform wurde nur mit Steckverbindungen, ohne Nägel und Schrauben errichtet. Was wohl der Grund dafür sein dürfte, dass sie in den letzten Jahrhunderten noch keinem Erdbeben zum Opfer gefallen ist.


Haupthalle im Herbst

Eine kurze, krasse Geschichte zur Haupthalle

Während der Edo-Periode (1603-1867) sprangen Gläubige vom Rand der Plattform mit der Überzeugung, dass ihre Gebete in Erfüllung gehen, wenn sie denn ihren 13-Meter-Sturz überleben würden. Laut alten Aufzeichnungen wagten mindestens 234 Menschen zwischen 1694 und 1864 den Sprung, der jüngste war 12 und der älteste 80. Die Überlebensrate betrug unglaubliche 85 Prozent.


Hat man der Versuchung von der Platform zu springen widerstehen können und bewegt sich Richtung Ausgang, kann man 2 Richtungen einschlagen. Entweder man folgt den steinernen Treppen entlang der Aussenseite der Haupthalle nach unten, oder man läuft in einem kleinen Bogen zu einer weiteren Platform, welche eine grossartige Aussicht über Kyoto bietet. Beide Wege führen schliesslich zu der besagten “klaren Quelle” welche dem Tempel seinen Namen gegeben hat.


Die Quelle hat 3 Ausflüsse, jede mit einer anderen Bedeutung. Trinkt man dem Berg zugewendet, von dem Linken Ausfluss, kommt dies unserer Fähigkeit zu lernen zu Gute. Der mittlere macht unseren Umgang in Beziehungsfragen besser und der Rechte Ausfluss ist für längeres Leben. Aber Achtung, aus allen Dreien trinken wird als zu gierig angesehen.


Auf dem Weg Richtung Ausgang ragt die Hauthalle zur rechten Seite hoch auf. Die massiven Mauer erinnern daran, dass der Tempel in Zeiten von Krieg und Unruhen nicht nur zum Beten, sondern vor allem ein Ort der Verteidigung war. Anschliessend empfehle ich einen Spaziergang durch die gut erhaltenen, antiken Souvenir Strassen Sannenzaka und Ninenzaka Strassen oder einen Besuch im nahe gelegenen buddhistischen Friedhof.

Eintritt: 400yen/ 200yen für Kinder

Öffnungszeiten: 6:00 Uhr - 18:00 Uhr

Standort

Übrigen lässt sich der Kiyomizu Tempel ohne Probleme in unsere Kyoto Tagesausflüge auf Deutsch integrieren.


#kiyomizutempel #kyototour

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